Arbeitgeberfinanzierte Direktversicherung

Was ist eine arbeitgeberfinanzierte Direktversicherung?

Die arbeitgeberfinanzierte Direktversicherung ist eine Versicherung, die der Arbeitgeber auf das Leben seines Arbeitnehmers abschließt. Der Arbeitnehmer bzw. seine Hinterbliebenen sind hinsichtlich der Leistungen von Beginn an widerruflich bzw. unwiderruflich bezugsberechtigt. Der Arbeitgeber ist Versicherungsnehmer und Beitragszahler. Im Versorgungsfall leistet der Versicherer je nach Vereinbarung direkt an den Arbeitnehmer bzw. dessen Hinterbliebene.

Arbeitgeberfinanzierte Direktversicherung Auswirkungen beim
Arbeitgeberfinanzierte Unterstützungskasse AuswirkungenArbeitnehmer

In der Anwartschaftszeit (Ansparphase)

Steuern
Die Beitragszahlungen in die Direktversicherung sind im Rahmen des ersten Dienstverhältnisses bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung (BBG West) lohnsteuerfrei gem. § 3 Nr. 63 EStG. Für das Jahr 2011 sind das 2.640,- Euro (monatlich 220,- Euro). Zusätzlich können 1.800,- Euro p.a. steuerfrei aufgewendet werden, sofern für den Arbeitnehmer keine pauschalversteuerten Beiträge gem. § 40b EStG geleistet werden.

Beiträge zur Sozialversicherung
Lohnsteuerfreie, rein arbeitgeberfinanzierte Beiträge in die Direktversicherung sind bis zu 4 % der BBG West dauerhaft nicht beitragspflichtig (§ 2 Arbeitsentgeltverordnung).

In der Leistungsphase (Rentenbezugsphase)

Steuern
Die Leistungen aus der arbeitgeberfinanzierten Direktversicherung sind als sonstige Einkünfte steuerpflichtig gem. § 22 Nr. 5 EStG. Der Versorgungsempfänger kann ggf. folgende Freibeträge nutzen:

  • Werbungskosten-Pauschbetrag in Höhe von 102,- Euro gem. § 9 a EStG
  • Altersentlastungsbetrag gem. § 24a EStG

Beiträge zur Sozialversicherung
Die Leistungen aus der Direktversicherung unterliegen der Beitragspflicht zur gesetzlichen Kranken- und Pflegepflichtversicherung der Rentner. Bei einer Kapitalauszahlung erfolgt die Beitragszahlung pauschal über einen Zeitraum von 10 Jahren mit einer monatlichen Bezugsgröße von 1/120 der Kapitalzahlung.

Arbeitgeberfinanzierte Direktversicherung
Arbeitgeberfinanzierte Direktversicherung Vorteile für die ArbeitnehmerVorteile für die Arbeitnehmer

  • Aufbau einer zusätzlichen Altersversorgung durch leistungsstarke Honorartarife - besondere Tarife, die ohne sonst übliche Vertriebskosten (Provisionen und sonstige Abschlusskosten) kalkuliert sind und dadurch eine bis zu 40 % höhere Ablaufleistung bzw. Rentenleistung generieren
  • Optionale Kapitalabfindung zum Rentenbeginn
  • Steuerfreie Einzahlung bis zu 4 % der BBG West
  • Zusätzlich 1.800,- Euro p.a. steuerfrei, sofern keine Beiträge gem. § 40b EStG a.F. geleistet werden (Zusatzbeitrag)
  • In der Anwartschaftszeit: keine Beiträge zur Sozialversicherung auf Beitragszahlungen bis zu 4 % der BBG West (gilt nicht für Zusatzbeitrag 1.800,- Euro)
  • Sehr einfache Handhabung und Umsetzung

Auswirkungen beim Arbeitgeber

In der Anwartschaftszeit (Ansparphase)

Die Einzahlungen in die Direktversicherung stellen Betriebsausgaben dar und mindern somit den zu versteuernden Gewinn des Arbeitgebers.

In der Leistungsphase (Rentenbezugsphase)

Die Versicherungsgesellschaft erbringt die Leistungen direkt an den Rentner bzw. an die berechtigten Hinterbliebenen (Ehepartner, Lebenspartner, Lebensgefährte, Kinder). Der Arbeitgeber ist von Verwaltungstätigkeiten oder sonstigem Aufwand weitestgehend befreit.

Arbeitgeberfinanzierte Direktversicherung
Arbeitgeberfinanzierte Direktversicherung Vorteile für die ArbeitnehmerVorteile für die Arbeitgeber

  • Mitarbeitermotivation bzw. Bindung der Arbeitnehmer an das Unternehmen
  • Auslagerung der Verwaltung auf einen professionellen Versicherer
  • keine Zusatzkosten, keine Bilanzberührung und Haftung durch den Einsatz exklusiver ungezillmerter und kostenschlanker Tarife, die ohne Provisionen und sonstige Abschlusskosten kalkuliert sind (Honorartarife)
  • sehr einfache Handhabung und Umsetzung

Arbeitgeberfinanzierte Direktversicherung
Arbeitgeberfinanzierte Direktversicherung BesonderheitenBesonderheiten aus dem Betriebsrentengesetz (BetrAVG)

Regelungen bei vorzeitigem Ausscheiden
Anwartschaften aus einer arbeitgeberfinanzierten Direktversicherung bleiben bei vorzeitigem Ausscheiden erhalten, wenn der Arbeitnehmer bei Ausscheiden mindestens das 25. Lebensjahr vollendet hat und zu diesem Zeitpunkt die Zusage mindestens 5 Jahre bestanden hat (gesetzliche Unverfallbarkeit). Hinsichtlich der Fortführung des Vertrages bestehen dann mehrere Möglichkeiten:

  • Die Versicherungsnehmereigenschaft kann auf den Arbeitnehmer übertragen werden (sog. versicherungsvertragliche Lösung).

    Voraussetzungen hierfür sind:
       1) Ansammlung der Überschüsse von Beginn an zugunsten des Arbeitnehmers
       2) Innerhalb von 3 Monaten nach Ausscheiden:
          - unwiderrufliches Bezugsrecht muss eingerichtet sein
          - evtl. Abtretungen oder Beleihungen müssen aufgehoben sein
          - evtl. Beitragsrückstände müssen ausgeglichen sein
  • Die Versicherungsnehmereigenschaft kann auf den Folgearbeitgeber übertragen werden.
  • Der Direktversicherungsvertrag kann beim bisherigen Arbeitgeber verbleiben. Der Mitarbeiter behält in diesem Fall seine bis dahin erdienten Anwartschaften.
  • Der Arbeitnehmer hat einen Anspruch auf Übertragung des bisher gebildeten Kapitals auf das versicherungsförmige Versorgungswerk des neuen Arbeitgebers im Rahmen der sogenannten Portabilitätsregeln. Daneben gelten die Regelungen des Deckungskapital-Übertragungsabkommens der privaten Versicherungswirtschaft.


Pflicht zur Anpassungsprüfung einer laufenden Rente
Generell unterliegen laufende Rentenleistungen aus der arbeitgeberfinanzierten Direktversicherung einer Anpassungsprüfungspflicht durch den Arbeitgeber. Bei der Direktversicherung gilt diese Verpflichtung als erfüllt, wenn sämtliche Überschussanteile ab Rentenbeginn zur Erhöhung der Leistungen verwendet werden.

Arbeitgeberfinanzierte Direktversicherung und Beiträge zum Pensionssicherungsverein (PSVaG)
Beiträge für die Sicherung von gesetzlich unverfallbaren Anwartschaften fallen nur an,

  • wenn lediglich ein widerrufliches Bezugsrecht besteht bzw.
  • wenn bei Bestehen eines unwiderruflichen Bezugsrechts die Ansprüche aus der Direktversicherung abgetreten oder beliehen werden.

Arbeitgeberfinanzierte Direktversicherung - Testsiegertarife im
Testsiegertarife im VergleichVergleich

Fordern Sie unverbindlich und kostenfrei Ihren persönlichen Vergleich aller Testsiegertarife an und lassen Sie sich kostenfrei beraten. Unser Direktversicherung Vergleich umfasst über 60 bekannte Anbieter (Darunter alle Marktführer und Testsiegertarife). Gerne unterstützen wir Sie bei der Suche nach der für Sie geeigneten Lösung.

 Besonderes Highlight – kostenschlanke Tarife mit bis zu 40 Prozent mehr Rentenleistung 

Zahlreiche unserer Tarife werden als sogenannte Honorartarife. Angeboten. Honorartarife werden gänzlich ohne teure Vertriebskosten (Provisionen und sonstige Abschlusskosten) kalkuliert und erzielen dadurch wesentlich höhere Ablaufleistungen als markübliche Provisionstarife. Abhängig von der Beitragshöhe und Laufzeit kann so die Versorgung (Rente oder Kapitalauszahlung) zum Rentenbeginn um bis zu 40 Prozent gesteigert werden.

 

Direktversicherung Vergleich jetzt anfordern

 

kostenfreie ProduktberatungKostenfreie Beratung vom Experten unter: 02521 900 90 -32